Veganer

0 Kommentare | September 20, 2012

Veganismus, vegan essen, diese Begriffe haben ihren Ursprung in einer Abspaltung vom Vegetarismus. Der Engländer Donald Watson hat sich damals 1944 durch die Gründung der Vegan Society von der Vegetarian Society abgesetzt. Er leitete den Begriff vom englischen “vegetables”, Gemüse, ab. Dies als deutliches Zeichen, dass tierische Produkte, egal welcher Art, nicht konsumiert werden, vom Lederschuh bis zur Tierversuchs-Kosmetik. Vegan essen ist demnach eher ein vegan leben.

Was essen Veganer?

Sie essen Obst, Gemüse, Samen, Nüsse und Getreide. Was essen Veganer nicht? Sie essen keine tierischen Produkte wie Milchprodukte, Eier und Honig. Genau aus diesem Grunde ist es für Veganer noch wichtiger darauf zu achten, dass sie die ganze zur Verfügung stehenden Auswahl der pflanzlichen Natur nutzen. Bei der Zubereitung muss besonders dafür Sorge getragen werden, dass sie möglichst vitaminschonend ist. Das heißt, jeden Tag einen Anteil Rohkost, sowie beim Kochen eine möglichst kurze Garzeit einhalten. Am besten geeignet ist kurz in der Pfanne angedünstetes Gemüse, Wokgemüse oder Gemüse schonend im Dampf gegart.

Immer ein Thema wenn es um Veganismus geht, ist die ausreichende Zufuhr von Vitamin B12. Auch hier fällt es schwer auf Erfahrungen zurückzugreifen. Die tägliche Mindestzufuhr von Vitamin B12 wird von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) mit 3 µg angegeben. Wer sicher gehen möchte, nimmt zusätzlich Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel oder ein Vitamin B12 Nahrungsergänzungsmittel.

Veganer: Milch und Co

Bei Milchprodukten gibt es inzwischen eine ganze Reihe veganer Milch. Die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen stehen zur Auswahl. Es gibt Milch aus Soja, Reis, Hafer, aus verschiedenen Nüssen und Mandeln. Hier muss jeder selbst seinen Favoriten auswählen.

Auch auf Eier wird verzichtet. Wo sie dennoch benötigt werden, in verschiedenen Teigsorten zum Beispiel, können sie problemlos durch vermehrte Zugabe von anderen Flüssigkeiten ersetzt werden. Am einfachsten ist es, auf eierlastige Teige, wie den für Eierpfannkuchen oder Biskuitteig, ganz zu verzichten. Fertige Nudeln, nur aus Hartweizengries und Wasser, schmecken sogar um einiges besser als ihre oft minderwertigen Eiergenossen im Regal. In der Praxis sollte vegan essen auch vollwertig essen heißen. Vollwertige Mehle, Naturreis und Vollkornnudeln können täglich auf dem veganen Speiseplan stehen.

Vegan essen: Lebensweise, Philosophie oder Politik?

Während beim Vegetarismus heutzutage oft die Gesundheit ein wichtiges Argument ist, tritt beim Veganismus die ökologische und politische Seite mehr in den Vordergrund. Was essen Veganer nicht, ist mindestens genau so wichtig wie, warum essen Veganer das nicht. Unter Veganern wird viel Wert auf die Abgrenzung zum allgemeinen Vegetarismus gelegt. Die Argumente werden kompromissloser vertreten und nicht selten werden die Themen in Aktionen und Demonstrationen zum Ausdruck gebracht. Unwürdige Massentierhaltung, der Klimaschutz sowie die ungerechte, globale Verteilung von Nahrung spielen die Hauptrolle. Oft findet man auch Argumente, die darüber hinaus gehen. Das kann eine spirituell begründete, yogische Lebensweise sein oder allgemein eine Kritik am Kapitalismus und bestehenden Herrschaftssystemen zum Ausdruck bringen.

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