Warum vegetarisch?

Von : | 0 Kommentare | On : Dezember 12, 2012 | Kategorie : Vegetarisches Magazin

Gemüse und Obst

Wurden Vegetarier früher nicht selten belächelt, greifen inzwischen immer mehr Menschen zur Tofuwurst. Doch woher kommt der neue Trend, sich fleischlos zu ernähren?

Warum Vegetarier sich für eine rein pflanzliche Kost entscheiden, hat vielfältige Triebfedern. Unter anderem spielen ethische Gründe für Vegetarier eine wichtige Rolle – nicht nur wird das Töten von Tieren und die Behandlung von Vieh als industriellen Rohstoff als unmoralisch empfunden, sondern auch die zumeist nicht artgerechten Zustände in der konventionellen Massentierhaltung werden kritisiert. Auch viele Anhänger bestimmter Religionen, wie etwa Buddhisten und Hinduisten, führt das Gebot der Gewaltlosigkeit zum Fleischverzicht.

Gründe für Vegetarier

Darüber hinaus sind aber auch die gesundheitlichen Gründe für Vegetarier von großer Bedeutung: Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien zur vegetarischen Ernährung belegen, dass Menschen, die fleischlos glücklich sind, ein erheblich niedrigeres Risiko aufweisen, zum Beispiel an Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs und Allergien zu erkranken. Zudem sind industriell hergestellte Fleischprodukte oftmals mit gesundheitsgefährdenden Rückständen an Antibiotika und Hormonen belastet – von regelmäßigen Lebensmittelskandalen rund um „Gammelfleisch“ oder Tierseuchen wie Schweinepest, Rinderwahn und Vogelgrippe ganz zu schweigen. Somit lässt sich zeigen, warum vegetarisch leben so beliebt ist.

Fleischkonsum als Klimakiller

Vor allem in den Industrieländern ist der Fleischkonsum deutlich höher, als beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt. Und das hat nicht nur gesundheitliche Folgen für den Verbraucher – auch das Klima leidet: Durch das Methan, das die Nutztiere ausstoßen, ist der globale Viehbestand für nahezu 20 Prozent der gefährlichen Treibhausgase verantwortlich – mehr als der gesamte motorisierte Verkehr dieser Erde. Die Gülle aus der Massentierhaltung, unter anderem angereichert mit Pestizid- und Pharmaresten, Nitraten, Schwermetallen und Stickstoff, ist Umweltmüll, der den Boden, die Luft und die Gewässer mit Schadstoffen belastet. Außerdem werden Jahr für Jahr weltweit großräumige (Regen-)Waldflächen gerodet, um Weideland und Anbauflächen für Futtermittel zu schaffen. Warum Vegetarier sich in Fleischverzicht üben, hat also auch Umwelt- und Klimaschutzgründe.

Vegetarier: Warum Fleischesser Nahrungsmittel verschwenden

Trotz globaler Hungersnöte landen fast 50 Prozent der weltweiten Getreideernte als Futtermittel in den Massentierställen der Industrieländer. Schließlich müssen etwa 1000 Kalorien aus Getreide verfüttert werden, um 100 Fleischkalorien zu erhalten – ein großer Teil der Ernte geht also verloren. Dementsprechend übersteigt auch der Wasserverbrauch bei der Fleischproduktion denjenigen bei der Herstellung pflanzlicher Kost um ein Vielfaches. Häufig stammen die Futtermittel aus wirtschaftlich armen Staaten, deren Bewohner Hunger leiden. Nicht umsonst heißt es: „Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen.“


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