Hochsaison fürs beliebte Wintergemüse: Kopfkohl

Von : | 0 Kommentare | On : Januar 27, 2015 | Kategorie : Vegetarisches Magazin

Rotkohl – beliebtes Wintergemüse

Ob Weißkohl, Rotkohl oder Wirsing – wer in der kalten Jahreszeit zu frischem Gemüse aus der Heimat greifen möchte, kommt am gesunden Kopfkohl nicht vorbei. Wusstet ihr, dass der Kohl nach Spargel, Möhren und Zwiebeln die meist angebaute Gemüsesorte in Deutschland ist …

Die Ernte von Wirsing, Weiß- und Rotkohl startet im Juni und reicht bis in den November. Dank der guten Lagereigenschaften ist dieses regionale Gemüse jedoch ganzjährig verfügbar. Perfekt für Vegetarier, die auch im frostigen Winter nicht auf knackiges und vor allem gesundes Gemüse verzichten wollen. Außerdem eignet sich der Verzehr von Kohl auch hervorragend, um das Immunsystem zu stärken ­– denn er ist reich an Vitamin C sowie wertvollen Mineral- und Ballaststoffen. Tipp: Wer Kohlgerichte mit frischen Kräutern wie beispielsweise Dill, Koriander oder Zitronenmelisse verfeinert, erhöht erheblich den Vitamingehalt und beugt gleichzeitig Völlegefühl vor.

Schneller Einsatz in der Küche

Wirsing, Weiß- oder Rotkohl sind in der Küche zudem schnell einsatzbereit. Der Grund? Im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsesorten müssen Kohlköpfe aufgrund ihres geschlossenen Wuchses nicht extra gewaschen werden. Einfach die äußeren Blätter entfernen, die Innenliegenden Schichten einzeln abziehen und in Streifen schneiden. Tipp: Wer die Köpfe nicht als Ganzes verarbeiten will, sollte sie auf keinen Fall in der Mitte zerteilen – denn so verlieren sie schneller an Frische und Aroma. Stattdessen die gewünschte Menge abzupfen und den übrigen Kohl im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. So bleibt der typische Kohlgeschmack für mindestens eine Woche erhalten.

 

Kulinarische Multitalente nicht nur in der vegetarischen Küche

So ähnlich und doch so verschieden: Wirsing, Rot- und Weißkohl sind zwar nah verwandt und doch weisen sie erhebliche Unterschiede im Geschmack auf. Jede Kohlsorte hat dabei ihre spezifischen Eigenschaften. Die grünen Wirsingblätter etwa sind sehr zart; ihr Geschmack ist kräftig-würzig. Rotkohl dagegen hat ein leicht süßliches Aroma. Dadurch harmoniert er sehr gut mit Obst, beispielsweise Äpfeln oder Mangos. Sein roter Farbstoff Anthocyan hat eine antioxidative Wirkung und kann dementsprechend besonders gut Entzündungen entgegenwirken. Dank der festen Zellstruktur kann der Rotkohl insbesondere bei Gerichten eingesetzt werden, die lange kochen müssen, zum Beispiel im Rotkohl-Risotto mit Räuchertofu. Die Köpfe des Weißkohls sind in der Regel dicker. Weißkohlblätter schmecken leicht süßlich. Zweifelsohne, nicht nur in der vegetarischen Küche sind alle drei Kohlsorten kulinarische Multitalente. Warm schmecken sie als Gemüsebeilage oder zu deftigen Gerichten wie Kohlrouladen. Dünn in Streifen geschnitten als Rohkost verfeinern sie insbesondere Salate oder dienen als knackige Dekoration auf dem Teller.

Veggie-Wissen – der Kohlkopf auf einen Blick:

Hättet ihr gewusst, dass …

  • … jeder Deutsche 2014 durchschnittlich rund 1,3 Kilogramm Kopfkohl verzehrte – auf Platz 1 liegt der Weißkohl gefolgt von seinen Genossen Wirsing und Rotkohl.
  • … in Sachsen und Thüringen der Kopfkohl am beliebtesten ist – hier greifen die Einwohner verstärkt zu Weiß- und Rotkohl. Wirsing ist vor allem in Nordrhein-Westfalen beliebt.
  • … 42 Prozent aller Weißkohlköpfe in Schleswig-Holstein angebaut werden. Beim Anbau von Rotkohl liegt das Bundesland Bayern vorn – beinah jeder zweite Kopf stammt aus dieser Region. Der Wirsing wächst mehrheitlich in Nordrhein-Westfalen.

 

Foto: shutterstock, © HandmadePictures

 

 


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